Inspirierende Holzkunst: Markus Dönier | Kulturallianz

Inspirierende Holzkunst: Markus Dönier

Ausstellung KULTURBOX Klosters

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Artikel - Inspirierende Holzkunst: Markus Dönier

Sa. 17.04.2021 | 18:30 - Sa..10.2021 | 23:00

Kulturbox Klosters, Bahnhofstrasse 11

Klosters beherbergt erstaunlich viele talentierte Künstlerinnen und Künstler, so auch Markus Dönier, der trotz seines Vollzeit-Jobs immer noch die Zeit findet, fantasievolle Kreationen aus schönen Hölzern zu kreieren. Nun bestreitet er die nächste Ausstellung in der KULTURBOX an der Bahnhofstrasse.
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In Klosters geboren, fand Markus Dönier schon als kleiner Junge Holz ein faszinierender Werkstoff. Die Liebe zur Holzbearbeitung übernahm er von seinem Vater, durfte aber dessen Drehbank nicht benutzen, da dies dem Vater zu gefährlich war. Als Jugendlicher absolvierte er dann eine Lehre in Zürich, verliess dann die Schweiz, war im amerikanischen Seattle in der Gastronomie 25 Jahre lang aktiv, bis ihn die Bündner Berge 2015 zurück nach Klosters lockten. Während der Zeit in den USA beschäftigte er sich weiterhin mit Holzkreationen und erstellte eine nützliche Sammlung von Spezialwerkzeugen, die er schliesslich nach Klosters mitbrachte, ebenso wie viele der von ihm gefertigten Objekte. Im Jahr 2016 investierte Markus in eine spezielle Drehbank aus Deutschland und richtete sich eine Werkstatt in einer schönen alten Scheune ein, wo er nun ungestört arbeiten kann – obwohl es im Winter dort ziemlich kalt wird.
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Den Arbeitstag verbringt Markus Dönier in der Natur, wo er sich visuell von den Formen und verschiedenen Hölzern inspirieren lässt. Für seine Kreationen verwendet er fast ausschliesslich Holz aus der Region und das meiste findet den Weg zu ihm durch natürliche Quellen wie Sturmschäden, Lawinen und ähnlichem. Er belässt seine Objekte in möglichst natürlichem Zustand, so wie es das Rohmaterial erlaubt, formt dann und schneidet, um die natürliche Schönheit des einzelnen Stücks herauszuarbeiten. Oft nimmt er sich Holzblöcke vor, die andere nicht bearbeiten würden, entweder wegen Unvollkommenheiten im Material oder ungewöhnlicher und spezieller Maserungen, in denen er eine natürliche Schönheit sieht. Er arbeitet mit Ahorn, Robinie, Kirsche, Zirbelkiefer und Buche, immer wieder auch mit Stücken mit spezieller Verfärbung, die durch Pilze entstanden ist. Obwohl diese Verfärbungen hauptsächlich bei toten Bäumen vorkommen, können sie unter Stress auch bei lebenden Bäumen. Gewichts- und Festigkeitsverlust des Holzes sind die Folgen, die einzigartigen Verfärbungen und Musterungen sind bei Holzbearbeitenden begehrt und der optische Effekt ist einzigartig.
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Bei Markus Dönier ist jedes Kunstwerk ein Einzelstück und oft entsteht nicht das, was er eigentlich mit dem Stück vorhatte – in seinen Augen spannend, weil derart eine Synthese entsteht zwischen dem, was im Holz vorhanden ist und der Idee, was er ursprünglich daraus machen wollte. Die Holzobjekte werden nur mit Bienenwachs behandelt, den er auf der Drehbank mit Hilfe der entstehenden Reibungshitze appliziert. So bleiben seine Holzstücke quasi lebendige Objekte, die berühren muss, um es zu fühlen.

Markus Dönier, Klosters

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